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Ski- und Snowboardpflege !!!
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Ski-und Snowboard Tuning-Tipps Ski- und Snowboardpflege ist unverzichtbar. Vor allem das richtige Kantentuning sorgt für einen optimalen Pistentag auf den Skiern oder dem Board. Zudem dient gut präpariertes Material ihrer Sicherheit. Wer schon mal auf hartem Kunstschnee oder vereisten Pisten mehr gerutscht als gefahren ist, weiß wovon ich spreche. Der bequemste - aber sicherlich nicht immer optimalste - Weg ist, seine Ausrüstung maschinell, sozusagen "am Band" herrichten zu lassen.
Ski oder Snowboard einspannen: Am leichtesten lässt sich der Service bewerkstelligen, wenn man geeignete Ski- oder Snowboardspanner verwendet. Diese halten Ski/Board flach liegend, sowie hochkant und zum Teil auch noch schräg sicher und schonend fest. Das erleichtert das Arbeiten erheblich. Zudem werden die empfindlichen Wangen geschont und Kanten und Beläge können in einem Zug bearbeitet werden.
Belag reinigen: Nach dem Einspannen der Ski oder Board reinigt man die Beläge. Dazu verwendet man einen Belagreiniger/Wachsentferner, den man mit einer Pumpspray-Flasche auf den Belag aufbringt. Man kann auch den Reiniger auf ein sauberes Tuch geben und dann mehrmals über den Belag fahren. Danach lässt man den Reiniger 5-10 min. einwirken. Mit einer Metallklinge zieht man nun den Belag ab und reibt mit einem sauberen Tuch nach. Wichtig ist, dass man eventuelle Beschädigungen des Belages, die man später ausbessern will, präzise säubert. Sollten die Stahlkanten verrostet sein, reinigt man sie vorher mit einem Kanten-Schleifgummi.
Belag ausbessern: Dazu verwendet man Belag-Reparaturstreifen, die in schwarz oder transparent und in verschiedenen Stärken angeboten werden. Diese lassen sich entweder einbügeln oder heiß eintropfen. Kalter Belag sollte vor dem Ausbessern - zum Beispiel mit einem Fön - vorgewärmt werden. Aufgrund der einfacheren Handhabung empfehlen wir das Eintropfen. Dazu wird ein Reparaturstreifen über einem Stück Blech oder Holz in der Nähe der Schadstelle angezündet. Die ersten 3-4 Tropfen des brennenden Streifens lässt man auf das Blech/Holz tropfen, da in ihnen ein hoher Rußanteil enthalten ist. Die weiteren Tropfen bringt man jetzt in die Schadstelle ein. Man kann sehr deutlich sehen, wenn der Schnitt/Riss oder das Schadloch "gefüllt" ist. Dann den brennenden Reparaturstreifen ausblasen. Das Aushärten des Reparaturmaterials dauert ca. 10 min.
Belag planen: Das vom Belagausbessern überschüssige Material muss anschließend abgetragen werden, damit der Belag wieder plan wird. Hierzu verwendet man entweder eine Fräserfeile (gibt es in Längen von 15 bis 35 cm) oder einen Belaghobel. Letztgenannter hat den Vorteil, dass er besser in der Hand liegt. Mit der Feile oder dem Hobel zieht man einige Male leicht in Richtung Spitze-Ende über die Reparaturstelle bis das überschüssige Material abgetragen und die Schadstelle plan mit dem übrigen Belag ist.
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Ausführliche Materialpflege
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skipflege.pdf [9.463 KB]
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Kanten schärfen: Die Kanten sind bei der Skipflege der wohl wichtigste Bereich. Zusammen mit einem für die jeweiligen Verhältnisse passenden Wachs, ist der richtige Schliff und die Abstimmung (Tuning) auf den Einzelnen für den gewünschten Fahrspaß und die Sicherheit ganz entscheidend. Besonders die aktuellen Carving-Modelle benötigen zum Erhalt ihrer vorteilhaften Eigenschaften stets gut gepflegte Kanten. Zum besseren Verständnis erst ein bißchen Theorie: |
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Bevor man an die Bearbeitung der Ski- oder Snowboardkanten geht, müssen diese mit einem Alu-Oxydstein abgezogen und Schlagstellen und Grat beseitigt werden. Ein Schärfen der belagseitigen Kante erfolgt nur einmal pro Saison bzw. immer dann, wenn der Belag maschinell geschliffen wurde. Die belagseitige Kante kann nur mit speziellen Feilenhaltern oder Kantenschärfern geschliffen werden, die diese Funktion besitzen. Die Bearbeitung erfolgt in der horizontalen Ski-/Boardposition mit dem o. g. Winkel von 0,5° bis 1°. Dazu zieht man die Feile/den Kantenschärfer von der Skispitze zum Ende auf der Kante entlang. Da nahezu alle Feilen eine Bearbeitungsrichtung (siehe Laufpfeil) haben, sollte man nicht hin- und herfeilen sondern nur in Pfeilrichtung ziehen. |
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Lange Zeit nach ihrer Einführung kannte man die Stahlkanten nur rechtwinkelig (90°), d. h. unten mit dem Belag plan und seitlich senkrecht. Siehe dazu Abbildung "A". |
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Man fand aber bald heraus, dass ein "Hinterschleifen" der Seitenkante deutlich mehr "Biss" brachte, d. h. die Kante wird damit schärfer. Allroundski werden heute mit 1° bis 2° (=89° bis 88°) ausgeliefert. Sportlichere Modelle und Race-Carver werden meist mit 2° bis 3° (88° bis 87°) ausgeliefert. Siehe Abb. "B". |
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Es wurde sehr schnell herausgefunden, dass ein "Abhängen" der belagseitigen Kante, d. h. ein Abschrägen nach außen deutliche Fortschritte in der Drehfreudigkeit des Skis einbrachte. Heute werden nahezu alle Ski und mittlerweile auch viele Snowboards belagseitig mit einem Winkel von 0,5° bis 1° ausgeliefert. Siehe Abb. "C". |
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Ohne gleichzeitige Bearbeitung der Seitenkante würde dies aber zu einer stumpfen Kante führen. Deshalb wird heutzutage die Kombination von "B" und "C" angewendet, d. h. die Kante wird gleichzeitig "abgehängt" und "hinterschliffen". Man spricht in diesem Fall auch von einer "gekippten Kante". |
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Ski / Snowboard wachsen: Neben dem Kantentuning ist Wachsen ein ganz wichtiger Punkt bei der Ski- und Boardpflege. Das Wachs dient nicht nur zum besseren Gleiten, die Beläge brauchen das Wachs auch zum Schutz gegen Austrocknung.
Die beste Wachsmethode ist das Heißwachsen (Bügeln), da nur dabei das Wachs tief genug in den Belag eindringt. Als einfachere Alternative gibt es Pasten- bzw. Creme-Wachs zum kalt Auftragen. Das dringt jedoch weniger tief in den Belag ein und hält daher nicht so lange wie das Bügeln. Die ebenfalls angebotenen Fluid- und Spraywachse werden zusätzlich - als sogenannte Tageswachse - zur Anpassung an die jeweiligen Schnee- und Wetterkonditionen verwendet.
Zunächst sollte man nochmals mit Belagreiniger/Wachsentferner die Lauffläche säubern, um Metallspäne vom Kantenschleifen sicher zu entfernen. Zum Wachsen muss der Belag sauber und trocken sein und sollte möglichst Raumtemperatur haben.
Wenn der Ski nicht bereits eine gute Struktur im Belag hat, kann dieser mit einer Bronzebürste - immer von der Spitze zum Ende hin - etwas aufgebürstet werden. Das verbessert die Wachsaufnahme und man erhält eine leichte Struktur, die immer vorteilhaft ist.
Heißwachsen sollte nur in gut belüfteten Räumen durchgeführt werden. Als Arbeitsgerät benötigt man ein entweder einen speziellen Wachsbügler oder ein Haushalts-Bügeleisen (kein Dampf-Bügeleisen!). Der Vorteil spezieller Wachsbügler liegt in der Handhabung und in der genaueren Einstellmöglichkeit der Temperatur. Haushaltsbügeleisen müssen eine plane Sohle haben und sollten mit der Temperaturstufe II (Seide) betrieben werden. Raucht es, ist die Temperatur zu hoch und es besteht die Gefahr, dass der Belag verbrennt.
Man verwendet in der Regel ein Universalwachs, das für einen großen (üblichen) Temperaturbereich geeignet ist. Das Wachsgerät/Bügeleisen senkrecht über den Ski/das Board halten, das Wachs daran aufschmelzen und eine Schlangenlinie über die ganze Skilänge auftropfen lassen. Dann das Wachsgerät/Bügeleisen langsam und gleichmäßig von der Spitze zum Ende ziehen. Nie auf dem Belag stehen lassen! Es soll ein ca. 20 cm langer flüssiger Film hinter dem Waxer/Bügeleisen entstehen. Es ist hilfreich ein textiles Wachs-Vlies zu verwenden. Es reduziert den Wachsverbrauch, verteilt das Wachs optimal auf dem Belag und nimmt eventuell vorhandene Schmutzpartikel auf.
Nach dem Wachsen werden mit dem Eck-Ausschnitt in der Plexi-Wachsklinge die Kanten vom Wachs befreit. Dann den Ski/das Board auf Raumtemperatur (mind. 30 min. - besser 1 Stunde) abkühlen lassen und mit der Wachsklinge das überschüssige Wachs in Richtung Spitze-Ende vom Belag sauber abziehen. Bei Normaltemperaturen wird der Belag dann mit einer Nylonbürste - immer in der beschriebenen Arbeitsrichtung Spitze-Ende - ausgebürstet und damit die Belagstruktur freigelegt. Optimal ist es, wenn man anschließend mit einer Rosshaarbürste und/oder mit einem Spezial-Pad den Belag feinbehandelt. Im Hochwinter und bei kaltem Schnee nur mit der Rosshaarbürste arbeiten. |
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Mit solchen bestens präparierten Skiern oder Snowboards ist man optimal für einen genussreichen Wintersporttag gerüstet. |
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